Mittwoch, 14.05.2025
um 19:30 Uhr




80 Jahre Kriegsende: Der Historiker und Journalist Felix Bohr hat auf der Basis von Zeitzeugnissen und bislang unveröffentlichten Dokumenten den Alltag in der »Wolfsschanze« rekonstruiert. Aus Bohrs dichten Beschreibungen ergibt sich eine präzise Analyse der obersten Ebene des NS-Regimes, die zwischen Teestunden und Waldspaziergängen das deutsche Menschheitsverbrechen plante.

Unweit des ostpreußischen Rastenburg, des heutigen Kętrzyn in Polen, befand sich ein zentraler Ort des Zweiten Weltkriegs: das »Führerhauptquartier Wolfsschanze«. Dort verbrachte Adolf Hitler nach dem Angriff auf die Sowjetunion den Großteil seiner Zeit. Dort wurde über die systematische Ermordung der europäischen Juden entschieden. Dort ereignete sich am 20. Juli 1944 das Stauffenberg-Attentat, das der Diktator nur leicht verletzt überlebte. Doch während der Name vielen ein Begriff ist, haben die wenigsten eine genaue Vorstellung von der Anlage selbst und dem, was sich dort über knapp dreieinhalb Jahre abspielte.

Im Gespräch mit Tania Martini, Redakteurin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, geht Felix Bohr grundlegenden Fragen nach: Was erfährt man aus den Berichten von Offizieren, Köchinnen und Kammerdienern über Hitlers Persönlichkeit? Wie beeinflussten die zunehmend chaotischen Verhältnisse und die paranoide Atmosphäre in dem abgelegenen Komplex die dort getroffenen Entscheidungen?

Foto: Ruine der Wolfsschanze - Adam Jones from Kelowna, BC, Canada, CC BY-SA 2.0

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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