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Programm:
Georg Friedrich Händel
La Resurrezione di Nostro Signor Gesù Cristo HWV 47
Oratorium in zwei Teilen

Robin Johannsen, Sopran
Giulia Semenzato, Sopran
Helena Rasker, Alt
Mark Milhofer, Tenor
Luigi De Donato, Bass
Freiburger Barockorchester
René Jacobs, Leitung

1708 durften im Rom der päpstlichen Fastenzeit keine Opern aufgeführt werden. Georg Friedrich Händel schuf daher mit "La Resurrezione" ein Oratorium, das in seiner dramatischen Kraft der Oper um nichts nachsteht. Das Libretto von Carlo Sigismondo Capece entstand im Umfeld der Accademia dell’Arcadia, einer römischen Gelehrtengesellschaft, die gegen die Überschwänglichkeit des Barock für Klarheit und natürlichen Ausdruck eintrat. Geschildert werden die Ereignisse zwischen Karfreitag und Ostermorgen. Engel, Maria Magdalena, Johannes und sogar Luzifer treten in einen musikalischen Dialog von Zweifel, Hoffnung und Triumph.

Die Uraufführung am Ostersonntag im Palazzo des Marchese Ruspoli war ein gesellschaftliches Ereignis ersten Ranges. Arcangelo Corelli, selbst Mitglied der Accademia, leitete das Orchester, die Besetzung war luxuriös, die Ausstattung prachtvoll. Entgegen der Regel des Auftrittsverbotes von Frauen wurde die Rolle der Maria Maddalena von einer Sopranistin gesungen. Eine Rüge des Papstes folgte unmittelbar.

Mit "La Resurrezione" setzt das Freiburger Barockorchester seine langjährige Zusammenarbeit mit René Jacobs fort, die zu einer der prägendsten Partnerschaften der historischen Aufführungspraxis gehört.

Einführung: 19.15 Uhr, Rolf-Böhme-Saal

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