Dienstag, 28.04.2026
um 20:00 Uhr




Seit über 25 Jahren verbindet das Leipziger Calmus Ensemble klassisches Repertoire mit musikalischen Neuentdeckungen, lässt Uraufführungen erklingen und berührt das Publikum mit einer unverwechselbaren Klangkultur. Ihr roter Faden: reiche Klangfarben, homogene Stimmenbalance, Liebe zum Detail und textnahe Interpretation. Das Programm spiegelt die beinahe unbegrenzte Repertoirespanne des Ensembles wider – von der Thomaner-Chor; Tradition ihrer Gründer über Renaissance, Barock und Romantik-Vokalmusik bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen.

Programm: „in the beginning – at the end”
Wir beginnen – mit einem Atemzug, einem Ton, mit dem Gedanken, dass alles auch anders hätte laufen
können. Die Klimakrise ist kein ferner Sturm. Sie ist das Flüstern in den Bäumen, der Riss im Eis – und die
Stille. Trotzdem fassen wir unsere Gedanken und Gefühle in Musik: Sie verbindet Zeiten, Menschen, Stimmen und Körper. Sie vergisst nicht, doch sie tröstet; sie klagt an, doch sie öffnet. In einer Welt, in der Trennendes oft
lauter ist als Verbindendes, setzt dieses Konzert ein Zeichen: Musik als Brücke zwischen Menschen,
Meinungen, Perspektiven und Tatsachen. Byrds „Mass for Five Voices“ entstand in Zeiten des Umbruchs. Sie ist ein Gebet für Vergebung, Glauben und Hoffnung. Ludwig Böhmes „in the beginning – at the end“ erinnert an den Anfang der Welt und unsere Verantwortung ihr gegenüber. Eriks Ešenvalds’ „Trees“ und Frank Tichelis „Earth Song“ feiern Natur und Einklang. Bernd Frankes „Es ist das Licht“ mahnt: Licht trägt uns, nicht Besitz oder Macht. Mit Byrds „Agnus Dei“ bitten wir um Frieden und Zeit. „in the beginning – at the end“ ist eine Einladung zum Hören und Mitfühlen und schafft Begegnungen zwischen Menschen, Umwelt, Vergangenheit und Zukunft.

Das Calmus Ensemble zählt zu den erfolgreichsten Vokalgruppen Deutschlands. Mit der neuesten Erscheinung „Liebesleid“, hat das Quintett bisher 28 Tonträger auf den Markt gebracht und eine ganze Reihe internationaler Preise und Wettbewerbe gewonnen – zuletzt den OPUS KLASSIK 2019 „Beste Chorwerkeinspielung“. Sie haben über die Jahre zahlreiche Kompositionsaufträge vergeben und uraufgeführt, u.a. von Paul Moravec, Mathew Rosenblum, Steffen Schleiermacher, Wolfram Buchenberg, Bill Dobbins, Mia Makaroff, Gordon Kampe und erst im Jahr 2024 erneut Bernd Franke („face to face“) und Harald Banter („Elemente des Seins“). Pop, Folk und Jazzarrangements komplettieren das Repertoire, wovon zahlreiche Notenveröffentlichungen zeugen. Beim Chortag im Mainzer Dom waren die Calmus-Sänger:innen im September 2024 im A-cappella-Konzert mit rund 1500 Sänger:innen und solistisch zu hören unter der Leitung von Sir John Rutter selbst. Sie agieren international als Dozierende, geben Workshops und engagieren sich stark in der Nachwuchsförderung, zum Beispiel als Pat:innen des Rundfunkjugendchores Wernigerode.

Seit 2001 begeistert die Internationale A-cappella-Woche Hannover - fast ein Vierteljahrhundert - die lebendige Chorszene der Stadt und ihrer Umgebung. Gegründet von Sandra van de Loo und Roger Cericius, entwickelte sich das Festival rasch vom einmaligen Event zum jährlichen Highlight, nur 2020/21 pausierte es wegen der Pandemie. Jedes Jahr treffen hier etablierte Größen der A-cappella-Welt auf aufstrebende Newcomer und präsentieren sich und ihr Können in Konzerten, die vielseitiger nicht sein könnten. In spannenden Workshops und Meisterkursen während des Festivals entstehen zudem neue musikalische Kooperationen, die die regionale Kulturlandschaft nachhaltig bereichern. Bis heute wurden über 200 Konzerte mit mehreren tausend internationalen Künstler:innen präsentiert und rund 100.000 Besucher:innen aus der ganzen Welt begeistert. Als eines der beiden führenden Vokal-Festivals Deutschlands (neben Leipzig) gilt die Internationale A-cappella-Woche Hannover international als Leuchtturm der Szene.

Einlass: 19 Uhr

Hier keine Tickets verfügbar

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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