Musik bestimmt die estnische Volksseele wie keine andere Kunstform. Die estnischen Lieder- und Tanzfeste - man denke auch an die „Singende Revolution“ - wurden 2003 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Die Entwicklung einer eigenständigen Komponistenschule setzt in Estland mit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein. Als ihr Begründer gilt Heino Eller, der in Tallinn und Tartu mehrere Komponisten-Generationen prägte. Neben Arvo Pärt zählen Eduard Tubin, Lepo Sumera und Jaan Rääts zu seinen bedeutendsten Schülern. Als Väter der estnischen Kunstmusik sind weiter Rudolf Tobias, der seine letzten Jahre in Berlin verbrachte, und Maart Saar zu nennen. Ester Mägi war die wohl bedeutendste Komponistin Estlands im 20. Jahrhundert.


Ester Mägi (1922-2021)
Alte Kantele (1961)



Rudolf Tobias (1873-1918)
Sonatine op. 12 c-Moll (1912)



Franz Liszt (1811-1886)
Sonetto 123 del Petrarca



Heino Eller (1887-1970)
Ballade cis-Moll (1955)



Mart Saar (1882-1963)
Auswahl aus 28 Preludes (1908-1940)



Robert Schumann (1810-1856)
Kreisleriana op. 16



Ann-Kadri Sumera, Klavier

Einlass ca. 30 min vor Beginn

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix