Ein lebensbejahendes Stück über ein todernstes Thema.

Wie reagiert man als Kind auf den Suizidversuch seiner Mutter? Man schreibt ihr eine Liste mit all dem, was an der Welt schön ist: 1. Eiscreme, 2. Wasserschlachten, 3. länger aufbleiben dürfen als sonst und fernsehen. Ganz intuitiv geht es um die vielen kleinen Dinge, die das Leben lebenswert machen. Aber wird die Mutter die Liste auch wirklich lesen? Und was passiert, wenn man erkennen muss, dass eine Depression dennoch nicht einfach verschwindet? Immer länger wird die Liste, je älter das Kind wird: 4997. Geschenke, die man sich gewünscht hat, ohne es zu sagen. Schließlich ist das Kind erwachsen, studiert, verliebt sich, erlebt einen weiteren Suizidversuch der Mutter – und die Liste nähert sich der Million: 999.998. Unpassende Songs in gefühlvollen Momenten. All das Schöne in der Welt – ist es überhaupt zu fassen?

Duncan Macmillan hat einen lebensbejahenden Monolog über ein todernstes Thema geschrieben. Indem das Publikum an der Suche nach all dem, was wundervolle Momente bedeuten kann, beteiligt wird, schafft Macmillan – ganz ohne Rührseligkeit – einen Raum für das vielleicht Schönste überhaupt: geteiltes Glück.

Foto ©: Martin Sigmund, LTT

Parken am Leobad (Badstraße 18) oder bei Park & Ride (Berliner Straße)

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