Donnerstag, 24.04.2025
um 20:00 Uhr




Das Neo Quartett ist eines der interessantesten und aktivsten auf zeitgenössische Musik
spezialisierten Ensembles in Europa.
Die Musiker lieben es, zu kreieren, Grenzen zu überschreiten und etablierte Muster zu durchbrechen. Besonders schätzen sie die Möglichkeit, mit Künstlern aus allen Bereichen der Kunst zusammenzuarbeiten und sich gegenseitig zu inspirieren.
Außergewöhnliche Energie, volles Engagement, Freiheit des Ausdrucks und die Schaffung neuer Entwicklungswege sind die besonderen Qualitäten, die das Neo Quartett kennzeichnen.
Das Neo Quartett konzertiert weltweit, allein in den letzten zehn Jahren gab es über 500 Konzerte in fast allen Teilen der Welt, unter anderem in so renommierten Konzertsälen wie der Carnegie Hall in New York und der Konzerthalle der verbotenen Stadt in Peking.

Der Bassbariton Nicholas Isherwood genießt einen Ruf als Topinterpret seines Fachs und hat weltweit auf praktisch allen großen Festivals und in den bedeutenden Opernhäusern des Globus die Fachwelt immer wieder mit seinen überwältigenden Aufführungen begeistert.
In Zusammenarbeit mit namhaften Komponisten wie Henze, Kagel, Stockhausen, Xenakis etc. und Dirigenten wie u.a. Eötvös, Mehta, Nagano hat er inzwischen 65 CDs aufgenommen.

Jürgen Ruck zählt zu den bedeutendsten Gitarristen der Ge-genwart sowohl als Solist als auch in Kammerensembles wie dem Ensemble Modern oder in Kooperation mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern und Dirigenten wie z.B. Claudio Abbado, Peter Eötvös und Simon Rattle. Er hat in intensiver Zusammenarbeit mit namhaften Komponisten die Rolle des Instruments Gitarre in der zeitgenössischen Musik entscheidend mitgestaltet. Für die Einspielung der Henze-Duos erhielt er im Jahr 2000 gemeinsam mit seiner Duo Part-nerin Elena Casoli den Echo Klassik.

Das Programm des Abends stellt Detlef Heusingers Komposi-tion „Todesfuge“ für Bassbariton, Gitarre und Streichquartett nach dem berühmten gleichnamigen Gedicht Paul Celans ins Zentrum.
Celans Ende 1944 entstandenes Gedicht, das emblematisch für die Shoah steht und in seiner Tiefgründigkeit beispiellos ist, nutzt in seiner formalen Gestaltung deutlich musikalische Strukturelemente, die mittels Durchführungen und v.a. Permutationen bis an die existentielle Grenze ihre Intensivierung erfahren. Heusinger, der das Werk 1979/80, tief betroffen vom erstarkenden Antisemitismus innerhalb der deut-schen Linken dieser Zeit schrieb, greift in seiner Komposition die Struktur des Gedichts zunächst indirekt auf und arbeitet intensiv mit musikalischen Allusionen. Ein Werk, das seine Hörerinnen und Hörer in ihrem tiefsten Innern trifft.
Dem gegenübergestellt werden die deutschen Erstaufführungen Gérard Papes
„Wege zu Harmonie und Chaos – Streichquartett Nr. 5“,
in dem er eine neue Spektralharmonie entwirft und aus dieser heraus neue, aus der Chaostheorie inspirierte Formungsprinzipien entwickelt und Ernst-Helmuth Flammers „Streichquartett Nr. 6“, das mit der Gleichzeitigkeit unterschiedlicher Zeitebenen arbeitet sowie Hakan Ulus „Cell“ für Streichquartett.
Alle Komponisten werden an diesem Abend anwesend sein und Detlef Heusinger wird zu seinem Werk „Todesfuge“ eine umfassende Einführung geben.

Neo Quartett, Danzig:
Karolina Piatkowska-Nowicka --- 1. Violine
Pawel Kapica --- 2. Violine
Michal Markiewicz --- Viola
Krzysztof Pawlowski --- Violoncello

Nicholas Isherwood --- Bassbariton
Jürgen Ruck --- Gitarre

@ Malgorzata Popinigis

Einlass: 19:30 Uhr / Programm mit Pause

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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