Das neue Quartett des Tübinger Bandleaders, Anfang 2026 gegründet, präsentiert standesgemäß im Sudhaus sein erstes Album.
Fünf Jahre hat sich Rainer Tempel diesmal Zeit gelassen, erstaunlich lang für seine Verhältnisse. Getrieben von Fragen wie: Was soll das Album? Wie wollen wir Musik machen? Welche Mittel sind zulässig? Wie kann es sichtbar werden?
Fragen, die der Zeitgeist aufwirft und die nicht nur die Gen X verunsichern. Fragen in Zeiten, die misstrauisch machen: Wer hat hier wie komponiert? Wie wird überhaupt gehört? Wer hat diesen Text geschrieben? Wer liest überhaupt Text?
Die Antwort ist nostalgisch und zeitgemäß zugleich: eine Musik, die menschengemacht, kommunikativ, zugewandt und lebendig ist, virtuos und stimmungsvoll. Tanzbar und stockend, laut und leise, wild und kultiviert. Erlernt, erarbeitet, vertieft. Ein Programm als Angebot zur Teilhabe.
Rainer Tempels Musik hat einen hohen Wiedererkennungswert, ohne vorhersehbar zu sein. Sie ist geschickt angelegt, um das Spielerische zu bewahren, und zugleich melodiös, rhythmisch vertrackt und harmonisch avanciert.
Immer exzellent: Tempels Bandmitglieder. Axel Schlosser, Trompete, war schon 1996 dabei, als Tempel im Sudhaus debütierte. Seit 2002 ist er Mitglied der hr bigband, mit der auch Tempel häufig arbeitet. Fabian Arends am Schlagzeug und Oliver Lutz am Bass sind treibende Kräfte der Kölner Szene, die noch immer das Kreativzentrum des deutschen Jazz ist und in der stets um die Deutung des Begriffs gerungen wird.
Musiker: Axel Schlosser, Trumpet | Oliver Lutz, Bass Guitar | Fabian Arends, Drums | Rainer Tempel, Piano et alt.
http://www.jipk.netEinlass: 19:00h