Der in den 1920er Jahren verfasste Roman der jüdischen Autorin Maria Lazar galt lange als verschollen. Seine Wiederentdeckung und Erstveröffentlichung ist eine kleine literarische Sensation. Der Text ist ein atemloser Dialog zwischen vier Freundinnen, so unterschiedlich wie Tag und Nacht, und wurde kürzlich am TD Berlin uraufgeführt.
„Jedes Wort, das ich spreche, soll eine Waffe sein.
Und wer hier spricht bin ich. Jawohl ich! Ich allein!“
Auf einem wilden Ritt durchs eigene Leben und mit einem enormen erzählerischen Drang erspricht sich eine Ich-Erzählerin ihre persönliche Realität. Eine Stimme, die unbedingt gehört werden will. Quer durch Kindheit, Jugend und frühes Erwachsensein kämpfen sie und ihre drei Freundinnen gegen Zwänge und Zuschreibungen von Weiblichsein. Jede entwickelt einen ganz eigenen Instinkt, eine ganz eigene Strategie im Kampf um ihren Platz im Leben. Immer rasanter und geheimnisvoller verweben sich Zeiten und Ebenen, und bald drängt sich die Frage auf: Wer erzählt hier eigentlich? Und was ist Realität und was Fiktion?
„Die weibliche Identitätssuche im Maria Lazars Roman bleibt (auch ein Jahrhundert später) völlig anschlussfähig. (Es) erzählt hier keine Frau, die es besser weiß oder moralisch auf der richtigen Seite steht. Im Gegenteil.“ – Barbara Behrendt – Vorbericht auf Radio 3
AM 14. FEBRUAR Publikumsgespräch mit Verleger Albert C. Eibl im Anschluss an die Vorstellung
TANZ/SCHAUSPIEL Greta Winkler / Hannah Heinzelmann Regie Ariane Kareev Bühne / Kostüm Maria Walter / Ariella Karatolou DRAMATURGIE / PRODUKTIONSLEITUNG Judith Humer REGIEASSISTENZ Johanna Rolshausen GEFÖRDERT DURCH Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt AUFFÜHRUNGSRECHTE Thomas Sessler Verlag / Das vergessene Buch - DVB Verlag GmbH DANK AN Phil Jungschlaeger / Lasse Winkler / Monika Humer
ARIANE KAREEV eröffnete 2024/25 die Saison der Deutschen Oper Berlin mit der Opern-Techno-Performance Immersion im Stadtbad Charlottenburg. 2025 folgte Antigone am Schauspiel Dortmund. Ihr Regiedebüt auf großer Bühne gab sie mit Tschaikowskis Pique Dame 22/23 am Staatstheater Kassel. Ariane Kareev ist u.A. Stipendiatin der Akademie Musiktheater heute.
http://www.arianekareev.com