Unzählige Clubs und viele Festivals haben sie beehrt (darunter Haldern-Pop, Orange Blossom
Special, Hurricane, Southside, Weinturm, Fusion), wurden einem größeren Publikum im
Vorprogramm der Tour ihrer Landsleute Mando Diao bekannt, der WDR lud sie zu ihrer
legendären Fernseh-Sendereihe „Rockpalast“ ein.
„Saugut,
diese Schweden. Ein Quintett, das Melancholie und Lebensfreude kollidieren
lässt, das liedgesteuerten, opulenten Indie-Pop zwischen Pink Mountaintops, Wolf
Parade, Isolation Years und Kristofer Aström anrührt. Mit oft verqueren
Bläsersätzen, vielen Instrumenten mit Saiten, feinen Songs - sich darin suhlend zwei
hübsch brüchige Stimmen. Wuchtig und filigran, mitreißend und taumelnd,
tief und betörend.“
Darf man keinesfalls verpassen!
Skandinavische Bands sind gemeinhin für ihre große Experimentierfreudigkeit bekannt. So
auch Golden Kanine. Die Jungs aus dem schwedischen Malmö nehmen gerne die
unterschiedlichsten Instrumente in die Hand, um eine hübsche Mischung aus Indie und Folk
zu mixen. Violine, Trompete, Posaune, Banjo, Gitarre, Mandoline, E-Gitarren, Schlagzeug
und Bass paaren sich mit einer herrlichen Verschrobenheit, die so nur in der schwedischen
Provinz entstehen kann.
Linus Lindvall und Andreas Olrog gründen die Indierock Band Ashtray Hearts. Nach einigen
Jahren, ein paar Umbesetzungen und zwei Namensänderungen wird daraus im Jahr 2006 die
Band Golden Kanine. Auch ihr Stil ändert sich. Vom Indierock geht man mehr in die Folk-
Schiene, holt sich weitere Instrumente an Bord und bringt 2009 das erste Album "Scissors &
Happiness" heraus. Mit dabei sind jetzt Dante Ekfeldt am Bass, Micke Sahlin an den Drums
und Marcus Lundquist an der Posaune. Ihr Sound erinnert schwer an Mumford & Sons mit
einem starken Modest Mouse Anteil. Hinzu kommen osteuropäische Einflüsse und vor
Melancholie triefende Melodien.
http://www.goldenkanine.com http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=7_f4UE79dGg“We Were Wrong, Right” ist das dritte Album des schwedischen Sextetts aus Malmö. Und es
ist mehr als lediglich die Kombination aus schepperndem Indie-Rock, delikater und intimer
Lo-Fi-Anmutung und dem tanzbaren Teil des Folk-Rocks. Ihre Songs und Melodien, die
gleichzeitig Atem nehmen, Freude spenden und melancholische Grandezza verströmen, haben
eine Golden Kanine-typische Aura. Man mag dazu weinen. Oder tanzen. Oder kämpfen.
Golden Kanine vermögen es wie kaum eine andere Band, den Hörer, während sie ihn mit
jubilierendem Crescendo mitnehmen, gleichzeitig positiv zu verwirren. In den mitreißendsten
Passagen verstecken sich gerne die finstersten Botschaften, da droht Unglück und Seelenpein
– und plötzlich, wenn der musikalische Aplomb in weniger nachdrückliche, ruhigere Gefilde
übergeht, so dass man textlich auf jedwedes Tränental vorbereitet ist, plötzlich kommen da
fast fröhliche Silben aus ihren Mündern und Kehlen. Man fiebert mit ihnen, man folgt ihren
Schlenkern zwischen lauthalsiger Dynamik und verzweifelter Nabelschau. Das Resultat ist
eine einzige, mitreißende Versuchung.