Quelle: Veranstalter


Anna Katharina Wildermuth, Violine
Noëmi Zipperling, Violine
Caspar Vinzens, Viola
Lukas Sieber, Violoncello

Ludwig van Beethoven (1770-1827):
Streichquartett B-Dur op. 18/6
Erwin Schulhoff (1894-1942):
Fünf Stücke für Streichquartett
Ludwig van Beethoven:
Streichquartett cis-Moll op. 131

Sudbrackmusik

Ein ganzes Jahr im Zeichen des Meisters 2027 jährt sich Ludwig van Beethovens Todestag zum zweihundertsten Mal – Anlass für ein Beethoven-Jahr, das zugleich nachholt, was der Pandemie sieben Jahre zuvor zum Opfer fiel: die weltweiten Feiern zum 250. Geburtstag. Ensembles, Pianisten und Orchester zeigen das Werk in dieser Spielzeit in seiner ganzen Breite. Auch das Aris Quartett begleitet das Beethoven-Jahr mit mehreren Konzertzyklen an verschiedenen Häusern.

Das Programm
Beethovens sechzehn Streichquartette zeichnen die Entwicklung des Komponisten in seltener Klarheit nach. Die frühen Quartette op. 18 (1798–1800) zeigen die Auseinandersetzung mit Haydn und Mozart und das Hervortreten einer eigenen Sprache. Fünfundzwanzig Jahre später, in den späten Quartetten, entwirft der vollständig ertaubte Beethoven eine Klangwelt ohne Vorbild. Das cis-Moll-Quartett op. 131 verbindet sieben Sätze pausenlos, lässt dichten Kontrapunkt auf einen schwebenden Tanzsatz folgen und stellt in die Mitte einen langen Variationensatz. Diese späten Werke gelten bis heute als Höhepunkte des Quartettrepertoires – komplex, anspruchsvoll, in Teilen rätselhaft.

Den Gegenpart bilden Erwin Schulhoffs Fünf Stücke für Streichquartett (1923), gewidmet Darius Milhaud. Schulhoff, eine der schillerndsten Stimmen der Prager und Berliner Avantgarde, verband Jazz, Zwölftontechnik und Vierteltonexperimente. Nach der deutschen Besetzung 1939 wurde er als Kommunist, Jude und Vertreter „entarteter“ Musik verfolgt; 1941 in Prag verhaftet, starb er 1942 im Lager Wülzburg. Die Fünf Stücke stehen lange vor diesem Bruch – pointiert kurz, suitenhaft gereiht, jeder Satz eine Tanzminiatur: Wiener Walzer, italienische Serenade, tschechischer Tanz, argentinischer Tango, süditalienische Tarantella.

Über das Ensemble
Das 2009 in Frankfurt am Main gegründete Aris Quartett zählt zu den profiliertesten Streichquartetten seiner Generation. Preise beim Mozart-Wettbewerb Salzburg, der ECHO Klassik 2018 und die Auswahl als BBC New Generation Artists 2016–2018 markieren den Weg eines Ensembles, das heute regelmäßig in der Carnegie Hall, der Wigmore Hall und der Elbphilharmonie zu Gast ist. Dass die vier Musiker seit der Gründung in derselben Besetzung spielen, ist im Quartettbetrieb eine Seltenheit und prägt die Geschlossenheit ihres Klangs.

„Aris spielt heftig bis samtweich, wunderbar poetisch und kraftvoll, formuliert traumhafte Fragen und gibt lyrische Antworten. Da passt alles bruchlos zusammen.“ Nürnberger Nachrichten

Bei Kauf einer ermäßigten Karte bitten wir Sie, den entsprechenden Berechtigungsnachweis am Einlass vorzuzeigen.

Hausöffnung: 18:30 Uhr

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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