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In Amigues Adios von Bishop Black begeben sich fünf Performer*innen auf die Suche nach denen, die das queere Berlin über Jahre mitprägten und zum Ort für ein Leben jenseits der konservativen Grenzen von sexual identity und racial identity machten. Für diejenigen, die damals kamen, war Berlin eine Art Hafen. Hier konnten sie an Land gehen, weil die Mieten günstig waren und das Woher weniger eine Rolle spielte als das Hier und Jetzt. Beim Gang über den Landungssteg konnte jede*r sich ein neues Ich erfinden, und niemand wusste, welcher Schmerz in der Vergangenheit lag. Hier konnte man überkommene Rollen abstreifen und neue Formen des Zusammenlebens aushandeln. Widerstände gab es; Prekarität war Teil der Freiheit; einige brachen unter Gewalt und Kälte zusammen. Aber für einen Moment in der Geschichte – so unerwartet und unwahrscheinlich angesichts der deutschen Vergangenheiten – machten sie Berlin zur offenen Stadt.
Doch die Angst nimmt wieder zu. Und so verneigen sich die Protagonist*innen von Amigues Adios vor den Schwarzen queeren Berliner*innen, die damals den Mut hatten, die Stadt zu einem Versprechen zu machen. Sie würdigen sie, um in diesem surrealen und burlesken Tanz durch die Zeiten die Kraft zu finden, weiterzumachen. Sie feiern, um den Geschmack von Angstfreiheit und Selbstbestimmung wieder auf der Zunge zu spüren.

Kein Nacheinlass

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Amigues Adios - Theater von Bishop Black
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