Bild: Reservix


Zunächst verpönt und verboten und schließlich doch gesellschaftlich akzeptiert und à la mode: In mehreren Wellen – um 1600 mit Sarabande und Ciaccona und um 1900 mit dem Tango – eroberten die ansteckenden Rhythmen von lateinamerikanischen Tänzen ganz Europa und führten zu einer Art Tanz-Fieber. Die einen feierten damit die Befreiung des Körpers, die anderen sahen darin den Untergang des Abendlandes. Doch die Verbote durch die Obrigkeit vermochten die Beliebtheit nicht zu schmälern: In diesem Crossover-Projekt von La Ninfea begegnen und vermischen sich Gattungen und Tänze. Historische Tänze verwandeln sich plötzlich in einen Tango, während ein Tango sich in barockem Kleid zeigt. Ein musikalischer Brückenschlag über Jahrhunderte und gesellschaftliche Konventionen hinweg! Somit inspiriert von einst verbotenen Tänzen, verbindet das Ensemble La Ninfea, was eigentlich nicht zusammengehört: Tango und Chaconne, Sarabande und Walzer. Das Spektrum reicht von Claudio Monteverdi bis Wolfgang Amadeus Mozart, von Georg Friedrich Händel bis Astor Piazzolla. »Gewagt, gekonnt, genial«, urteilte Radio Bremen, und das Onlineportal Klassik heute nannte das Programm »unkonventionell und sehr erfrischend«. Und damit trifft es doch genau den Nerv des 21. Wittenberger Renaissance Musikfestivals und dessen Idee »Renaissance küsst Tango«. So war diese Musik noch nie zu hören!

Einlass 1/2 Stunde vor Veranstaltungsbeginn

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

Das könnte auch interessant sein

Bild: Reservix
„Im Rhythmus des Tanzes“ - mit dem Quartett „Classic Review“ - Premiere
Bild: Reservix
To see, to hear, to dance: Vivat John Dowland! | Historischer Tanzball
Bild: Reservix
Zauber der Milonga: Musik, Bewegung und Leidenschaft | Tango-Tanzball
Bild: Reservix
Tanz durch die Epochen
Bild: Reservix
Junge Konzerte | Let´s Dance!