Quelle: Reservix

Donnerstag, 02.07.2026
um 20:00 Uhr




Žilvinas Brazauskas, Klarinetten
Natania Hoffman, Violoncello
Yannick Rafalimanana, Klavier

Das Trio Agora treibt den Tango in die Zukunft. Dies alles zieht in sein „Hotel Tango“ ein: Tango und neuer Tango mit Tango Nuevo und neuestem Tango, afrovenezolanischer Walzer, afrokubanische Comparsa, eine Habanera, klassisch-impressionistisch verfärbt, und französische New Musette. Im Tango wie im Hotel mischen sich unterschiedliche Kulturen, Geschichten, Energien und Stile, so dass ein Neues entsteht, das alle bereichert und weiterlebt in seinen Metamorphosen. „Wir möchten“, so Trio Agora, „unsere Faszination für eine Kunstform teilen, die seit anderthalb Jahrhunderten floriert und uns auch heute noch prägt, so wie wir sie prägen.“

Das Trio Agora spielt die von Žilvinas Brasauskas arrangierten Stücke auf eine sehr persönliche Art und im Geist des Ur-Tangos, dieses einzigartigen Amalgams europäischer, südamerikanischer und afrikanischer Musiksprachen. Nur um 1900 in Buenos Aires und Montevideo hatte der Tango entstehen können: in den Bars und Bordellen der Metropolen, in den übervölkerten Armutsvierteln der Vorstädte und Häfen, in denen Millionen europäischer Immigranten, fast nur Männer, und die Nachfahren afrikanischer Sklaven lebten – marginalisiert und depraviert, einsam, frustriert und willensstark, kraftstrotzend, energiegeladen, voller Sehnsucht nach Liebe und Glück, Schönheit und Eleganz. Aus dieser Urzeit spielt das Trio Agora den ersten gedruckten Tango: „El entrerriano“ des afro-argentinischen Pianisten Rosendo Mendizábal (1897/98).

Zehn Jahre später, über Paris, wird der Tango bürgerlich, ein Gesellschaftstanz, und entwickelt sich, nun nicht mehr tanzbar, in der Kunstmusik vielfältig weiter.

„Hotel Tango“ kreist um Piazzollas Suite zu den vier Jahreszeiten seiner Heimatstadt. Ab den 1950ern revolutioniert der porteño – der Mann aus Buenos Aires – den Tango, der u.a. mit Stravinsky und Ravel schon in die klassische Musik Einzug gehalten hatte, indem er ihn mit Barock, Klassik-Avantgarde und Jazz fusioniert. Einer der neuesten Tangos ist „Foxtrot Romeo Juliett Hotel Tango“, den Joel Hoffman für das Trio Agora komponierte. Dadaistisch greift er 2022 den bürgerlichen Tango an und schreibt ihn spielerisch fort. Mithilfe des NATO-Buchstabieralphabets chiffriert er „Frederic Rzewski Joel Hotel Tango“: Sein „FRJHT“ ist ein Hotel, in dem Material des amerikanischen Komponisten Frederic Rzewski (1983–2021) verwandelt weiterlebt, eine Hommage an „einen der bemerkenswertesten Musiker unserer Zeit“ (Hoffman), der mit seiner Musik den Kapitalismus kritisieren wollte und im Interview mit BR-Klassik bekannte: „Ich bin ein alter Hippie.“

Hotel Tango
Astor Piazzolla (1921–1992): Las Cuatro Estaciones Porteñas
Antonio Lauro (1917–1986): Natalia, „Vals Criollo“. Aus: 4 Valses Venezolanos
Ernesto Lecuona (1895–1963): La Comparsa
Rosendo Mendizábal (1868–1913): El entreriano
Richard Galliano (*1950): La Valse à Margaux
Maurice Ravel (1875–1937): Pièce en forme de habanera
Igor Stravinsky (1882–1971): Tango
Joel Hoffman (*1953): Foxtrot Romeo Juliett Hotel Tango

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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