Freitag, 27.03.2026 um 20:00 Uhr
bis Freitag, 27.03.2026 um 21:30 Uhr




„Ich habe vor bald 10 Jahren das Herz eines anderen erhalten. Man hat es mir eingepflanzt. Mein eigenes Herz ist unbrauchbar geworden. Um leben zu können, musste ich das Herz eines anderen erhalten. Mein Herz wurde nun zu einem Fremden. Fremd wurde es vor allem gerade deshalb, weil es sich innen befand.“

Ausgehend von der Herztransplantation des französischen Philosophen Jean-Luc Nancy fragen wir uns:

Was ist uns fremd, wird fremd, kurz: Wo spüren wir die Differenz zwischen dem Eigenen/unserem Ich und dem Anderen/dem Eindringling/dem uns Herausfordernden und was bedeutet das für uns? Warum ist es wichtig, dass Fremdes uns auch auf gewisse Art und Weise fremd bleibt? Und warum kann diese Auseinandersetzung vielleicht eine Voraussetzung für die Heilung einer beschädigten Welt sein?

Laut Jean-Luc Nancy bilden Körper und Seele eine Einheit wie auch Denken und Berühren. Für ihn ist Tanz die „Geburt des Körpers“ und Denken „die Geburt der Welt“. Insofern erscheint es geradezu notwendig, in einer Beschäftigung mit seinen Texten zu einer körperlichen und stimmlichen Verarbeitung zu kommen, beides nebeneinander zu stellen, sich gegenseitig bewegen und die Worte ergründen zu lassen.

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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