CENTER[O]POSITIVE entfaltet sich zwischen Realitäten, an dem Punkt, an dem Wiederholung zu brechen beginnt / bricht / bricht. Körper gehen verloren / werden gefunden / besetzt in einem Feld ständiger Variation von Bruch / Sehnsucht / und Erneuerung.

CENTER[O]POSITIVE ist eine Performance-Installation von POLLUX, dem Duo aus Nick Dunston und Min Yoon, das Post/Butoh-Tanz, Banjo+Feedback, experimentelle Vocals, resonante Objekte und Live-Elektronik in einem Feld ständiger Variation zusammenführt. Feedback – akustisch, körperlich, visuell – wird zu einem instabilen Archiv, das Wahrnehmung in Echtzeit verschiebt. Loops verzerren Erinnerung; Rhythmus kollabiert unter eigenem Gewicht. Improvisation aktiviert Erosion, Akkumulation und Bruch und erlaubt Erinnerung und Wahrnehmung, sich live neu zu ordnen.

Die abendfüllende Uraufführung reflektiert den Namen des Duos POLLUX: mythische Spiegelwesen von anderswo – Klang und Bewegung hallen, falten sich ineinander, lösen sich wieder auf. Das Stück trifft in Instabilität – auf Stottern, Risse, unerwartete Öffnungen…

Die Arbeit des Duos ist geprägt von einer improvisatorischen, experimentellen, forschungsgetriebenen Praxis – im Kontext einer audiovisuellen Installation/Performance, die von Feedback, Trails und Gegenpunkten geformt wird. Jeder Klangkörper (resonantes Objekt) wird mit ontologisch verwandtem, aber unabhängig spielendem Material verkörpert; daraus entsteht eine sich ständig entwickelnde Kombination von Klängen, die interagieren und sich ineinander falten. Die Klangquellen sind unsynchronisiert, laufen in langen Loops unabhängiger Zeitrahmen und erzeugen konstante Variation, während der Gesamtklang kohärent bleibt. Diese sich entwickelnde Gegenstimme wird durch visuelle Elemente noch weiter angeregt, mit Körpern und statischen sowie bewegten Bildern im Raum, die in Dialog treten und ständig zur Vergangenheit als neuen Mitspieler werden – eine Möglichkeit, Erinnerungen für das Publikum lebendig zu machen.

CENTER[O]POSITIVE ist inspiriert von magnetischen Ladungen und Kräften, die spürbar, auch wenn unsichtbar sind. Was ist positiv, worauf bewegen wir uns zu und wogegen, was ist Wahrheit, was ist unsere geteilte Realität – Spannungen verschieben sich und finden temporäre Gegenpunkte. CENTER[O]POSITIVE verbindet Nicks Erfahrung im Schaffen von Instrumenten und Klängen und erweitert dies zu einer Klanginstallation mit Körpern. Min sucht nach neuen Risiken, Begrenzungen und unterbewussten Impulsen, die sich mit Wiederholung und Feedback im Post/Butoh-Tanz entfalten. Das Entfernen und Zurückkehren zu folklorischen Ausdrucksformen – unseren vorherigen und zukünftigen Ausdrucksweisen – magnetisiert POLLUX in neue Zentren.

Dauer: 60 Minuten

ENGLISCH:
CENTER[O]POSITIVE unfolds between realities, at the point where repetition begins to break / break / break. Bodies are lost / found / possessed in a field of constant variation of rupture / longing / and renewal.

CENTER[O]POSITIVE is a performance-installation by POLLUX, the duo of Nick Dunston and Min Yoon, integrating post/butoh dance, banjo+feedback, experimental vocals, resonant objects, and live electronics into a field of constant variation. Feedback—sonic, physical, visual—becomes an unstable archive, shifting perception live in real-time. Loops distort memory; rhythm collapses beneath its own weight. Improvisation activates erosion, accumulation, and rupture, allowing memory and perception to reorganize live.

The premiere evening-length performance reflects the duo’s name POLLUX: mythical mirroring entities coming from elsewhere —sound and movement echoing, folding into each other, breaking apart again. This piece meets in instability—on the stutter, the crack, the unexpected opening…

The duo’s work is informed by an improvisational, experimental, research-driven practice — in the context of an audio-visual installation/performance shaped by feedback, trails, and counterpoint. By embodying each audio source (resonant object) with ontologically related, but independently playing sonic and embodied material, the result is a constantly developing combination of sounds that interact and fold into each other. The audio sources are unsynchronized, running at long loops of independent time frames, creating constant variation while still maintaining a cohesive sound. This evolving counterpoint is even further excited by the visual components, with the bodies and still and moving images placed around the space, to exist in dialogue and perpetually become the past as a new collaborator — a way of making memories live for the audience.

CENTER[O]POSITIVE is inspired by magnetic charges and forces that are undeniably felt even if invisible. What is positive, what we move toward and against, what is truth, what is our shared reality — shifts in tension and finds temporary counterpoints. CENTER[O]POSITIVE comes with Nick’s experiences in creating instruments and sounds, and expands this into a sound installation with bodies. Min is searching for new risks, confinements, and subconscious impulses to emerge with repetition and feedback in post/butoh dance. Moving away and returning to folk expressions — our prior and future expressions — magnetizes POLLUX into new centers.

Duration: 60 minutes

Konzept, Performance, Hauptdarsteller: Min Yoon, Nick Dunston
Projektionen: Pablo Garretón
Kostümdesign: Lou Croff Blake
Marketing/Presse: Apricot Productions - Angela Fegers
Marketing-Fotografie: Theo Ilichenko
Dokumentation der Aufführung (Foto+Video): Mayra Wallraff

Gefördert durch den Musikfonds e. V. mit Projektmitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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