Mittwoch, 22.04.2026 um 19:00 Uhr
bis Mittwoch, 22.04.2026 um 20:30 Uhr




Christine Lavant nannte sich einst nach einem Fluss in Kärnten und wurde eine der großen Lyrikerinnen des 20. Jahrhunderts. Jenny Erpenbeck entdeckte die 1973 verstorbene Außenseiterin der österreichischen Literatur für sich, als sie mit Anfang 30 einige Jahre in Graz lebte. Es waren Jahre einer persönlichen Umorientierung, zu der auch die Verse der Lavant gehörten – in all ihrer Schönheit, Abgründigkeit und Brutalität, die mitunter aus einer anderen Wirklichkeit zu stammen scheinen. Jenny Erpenbeck hat über das Lavant-Lesen ein Buch für die von Volker Weidermann herausgegebene Reihe ›Bücher meines Lebens‹ geschrieben (Kiepenheuer & Witsch Verlag). Zudem hat sie eine Auswahl ihrer berührenden Gedichte im Wallstein Verlag herausgegeben. »Seit heute, aber für immer«, hat sie den Band genannt. Dieser Zeile wohnt eine Wucht inne, die durchaus an Erpenbecks eigene Bücher erinnert. Besonders an ihren Welterfolg Kairos, für den sie 2024 mit dem International Booker Prize ausgezeichnet wurde. Seitdem ist die Autorin viel auf Reisen. 2025 hat sie unter anderem auf Bali gelesen. Da schadet ein erneuter Blick auf eine ihrer Lieblingsautorinnen nicht – das Wiederlesen der immer noch viel zu unbekannten Gedichte und Briefe von Christine Lavant, von denen sich einige auch in den Magazinen des Deutschen Literaturarchivs finden.

Moderation: Jan Bürger.

Einlass ab 18.30 Uhr, Ermäßigung für DSG-Mitglieder

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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