Donnerstag, 26.03.2026 um 19:00 Uhr
bis Donnerstag, 26.03.2026 um 20:30 Uhr




Ethan Taubes im Gespräch mit Aleida Assmann und Ulrich von Bülow

Im intellektuellen Leben war Jacob Taubes (1923–1987) für mindestens zwei Generationen eine prägende Figur, in New York nicht anders als in Berlin. Er war es, der als Berater des Suhrkamp Verlags wichtige Akzente setzte und jüdischen Denkern in der Bundesrepublik wieder einen Resonanzraum verschaffte. In persönlichen Begegnungen faszinierte er unterschiedlichste Menschen, etwa Susan Sontag und Sibylle Lewitscharoff. Sein Sohn Ethan Taubes, der in New York lebt, hatte hingegen lange nicht mehr mit seinem Vater gesprochen, als er von dessen schwerem psychischen Zusammenbruch in Berlin erfuhr. Ein Freund und Kollege seines Vaters berichtete ihm, er habe Jacob Taubes nach New York geholt, da er nicht zulassen könne, dass nach Auschwitz ein Jude in einer deutschen Irrenanstalt sterbe. Doch der Zustand des Vaters verschlechterte sich auch in den USA zunächst immer mehr. – Ethan Taubes’ neues Buch Der verlorene Vater ist die berührende Geschichte einer denkbar komplizierten Vater-Sohn-Beziehung. Zugleich ist es auch die Geschichte von Brüchen in der Identität und verlorenen kulturellen Traditionen einer jüdischen Familie nach der Schoa. Die namhafte Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann konnte Jacob Taubes zu ihren engen Freunden zählen und gab zusammen mit ihrem 2024 verstorbenen Mann Jan Assmann die wichtigsten seiner hinterlassenen Schriften heraus. Im Gespräch mit Ulrich von Bülow und Ethan Taubes spricht sie über Jacob Taubes’ nachhaltige Wirkung.

Einlass ab 18.30 Uhr, Ermäßigung für DSG-Mitglieder

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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