GEISTERSTÜCK - Stückeinführung 19:30 Uhr
Uraufführung von Fabienne Dür
Ein Shoppingcenter, wie es in wirklich jeder Stadt stehen könnte, eine Geisterbahn, die ihre besten Jahre im Tourbetrieb hinter sich hat und drei Figuren, die weder vor noch zurück können: Das ist das „Geisterhaus“. Hereinspaziert, hereinspaziert!
Marina möchte promovieren, findet kein Stipendium und landet so als Kartenabreißerin im Geisterhaus. Sunny, Live-Erschreckerin, steckt nicht nur in diesem Job fest, sondern auch in einer Ex-Beziehung. Boris, genannt Boss, betreibt das Geisterhaus – und versteht nicht, warum nur Schulklassen und Junggesellenabschiede vorbeikommen. Jeden Versuch von Marina, die Bahn zu verbessern, schlägt Boss aus – schließlich sei sie ein traditionsreiches Familienunternehmen. Ob das stimmt, wird schnell fraglich – ebenso wie andere Gewissheiten der Figuren. Stecken sie wirklich hier fest oder trauen sie sich einfach nicht, den Schritt ins Ungewisse zu wagen?
Mit skurrilem Humor, schrägen Figuren und einem feinen Gespür für Situationskomik erzählt Fabienne Dürs neues Stück von einem kollektiven Lähmungszustand: Lassen wir uns von unseren Ängsten leiten? Oder können wir den Mut aufbringen – trotz aller Krisen – hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken?
Entstanden im Rahmen der Hausautorinnenschaft in der Spielzeit 2024/25, gefördert durch die Baden-Württemberg Stiftung.
Es spielen: Johanna Engel, Stefan Herrmann, Jel Woschni
Inszenierung: Tobias Schilling
Ausstattung: Birgit Angele
Dramaturgie: Dr. Stefan Tigges
Szenenfotos: Tobias Kopp
Um 20 Uhr, Einführung um 19.30 Uhr
Veranstaltungsort Löwen, Kornhausstraße 5
HINWEIS
In der Vorstellung gibt es stellenweise leichte stroboskopähnliche Lichteffekte. Außerdem kommt Nebel sowie kurze Passagen mit erhöhter Lautstärke zum Einsatz.
Nach Rückmeldungen aus dem Publikum verzichtet die Inszenierung darauf, dass auf der Bühne geraucht wird.
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DAS SAGT DIE PRESSE
Theater der Zeit - Elisabeth Maier
„Dür ist eine der klugen, gesellschaftskritischen Stimmen ihrer Autor:innengeneration. […] Mit den drei starken Schaupieler:innen erfasst Regisseur Tobias Schilling auch die Tiefenschichten von Fabienne Dürs Text. Die Reisen ins eigene Unterbewusstsein haben etwas Magisches. […] Wenn Sunny mit glitzernd stilisierten Engelsflügeln durch den Raum schreitet, spürt das Publikum Hoffnung und Aufbruch. „Geisterstück“ verhandelt die Zukunftsängste einer Generation, die nicht die letzte sein will.“
Schwäbisches Tagblatt - Peter Ertle
„Hölle! Was für ein Bühnenbild!“ Der ganze Löwen […] mit glitzerndem Silberpapier ausgekleidet […] eine trashige, schwarzhumorige, jahrmarktstaugliche Seite hat diese Horror Picture Show. […] Das Stück lebt von Wortwitz, Clownerien, den Einblicken ins kriselnde Leben der Protagonisten. […] Da gelingen dieser Inszenierung Tobias Schillings ein paar große Momente im Kleinen, etwa eine Begrüßungsszene zwischen Boss und Sunny. […] Die Gegenwart […] skurril, komisch, mit Dialogen, die zart und verstörend sind. […] Theater als Spiegelkabinett verschiedener Räume, bei denen es nicht sicher ist, was real oder fiktiv ist – sondern ob es uns etwas über uns erzählt.
Reutlinger Generalanzeiger – Thomas Morawitzky
„Gibt es einen besseren Ort für echten Horror als eine Shopping-Mall?“ […]
Das »Geisterstück« trumpft mit makabren Gags auf, vermischt Trauer und Komik.
Es weckt Sympathien für skurrile Außenseiter – und jagt dem Publikum zuletzt einen mächtigen Schrecken ein."
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