BLUEPRINT
In diesem ungewöhnlichen Pas de deux bewegen sich die Tänzerin Mijin Kim und der Akrobat Leon Börgens über ein ungewisses Spielfeld. Sie suchen nach dem richtigen Ton im Miteinander und vertrauen sich dabei komplett. Eine einfühlsame und humorvolle Erkundung der vielen Nuancen zwischenmenschlicher Beziehungen.
Hier verbinden sich Zirkus und Tanz, wobei das klassisch getanzte Pas de deux buchstäblich auf den Kopf gestellt wird. Im fein abgestimmten Miteinander entstehen zarte und starke Gesten, die im Gedächtnis bleiben. Zärtlich und entschlossen führen die beiden Bewegungsvirtuos:innen uns bis an und über die Grenzen ihrer körperlichen Ressourcen und in deren lustvolle Erschöpfung. Die extra dafür komponierte Musik von Simon Bauer kreiert plastische Räume. Sie baut Brücken oder zieht Schluchten aus Klang zwischen Publikum und den pulsierenden Körpern. Nebel und Licht errichten transparente Wände die sonst Verborgenes sichtbar werden lassen: Ein intensives körperliches Zwiegespräch.
BLUEPRINT ist der Abschluss der Trilogie »Mensch, Hyperobjekt und Transformation« von Overhead Project. Die Kompanie steht unter der Leitung des Zirkuskünstlers und Choreografen Tim Behren und entwickelt seit über 15 Jahren ihr zirkuschoreografisches Vokabular an der Grenze zwischen Zeitgenössischem Zirkus und Tanz weiter.
Overhead Project steht für Performances an der Grenze zwischen Zeitgenössischem Zirkus und Tanz – zwei Sprachen, die unterschiedliche Perspektiven auf den menschlichen Körper und einen multidimensionalen Zugang zu Raum und Architektur ermöglichen. Die Kompanie unter der Leitung des Choreographen und Zirkuskünstlers Tim Behren entwickelte sich aus einer intensiven akrobatischen Duoarbeit mit dem einstigen Mitbegründer Florian Patschovsky. Heute besteht das künstlerische Kernteam aus dem Komponisten Simon Bauer, der bildenden Künstlerin Charlotte Ducousso, der Performerin Mijin Kim und weiteren langjährigen Performer:innen und Denker:innen aus verschiedenen Bereichen. Zahlreiche Produktionen und mehrere Gastchoreographien für Stadttheater mit großen Ensembles sind bisher entstanden. Die Kompanie erhielt für ihre Werke eine Reihe von internationalen Auszeichnungen und Choreografiepreisen, darunter 2022 die Tabori Auszeichnung des Fonds Darstellende Künste und zuletzt den Kölner Tanztheaterpreis 2023 für »What is left«.
Künstlerische Leitung, Choreographie: Tim Behren | Performance, Kreation: Mijin Kim, Leon Börgens | Musikkomposition: Simon Bauer | Lichtdesign: Moritz Bütow, Birk-André Hildebrandt | Kostümdesign: Fa-Hsuan Chen | Dramaturgie, Recherche: Anna Menzel | Outside Eye, Intersectional Sensitivity Reading: Julia Mischke, Senja Brütting | Technische Leitung: Philipp Zander | Produktionsleitung: Lisa Lehnen | Management, PR: Mechtild Tellmann | Internationale Netzwerke: Valentina Barone | Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Kulturamt der Stadt Köln, Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR, Kulturamt der Stadt Leipzig sowie durch den LaFT BW e.V. aus Landesmitteln die der Landtag Baden-Württemberg beschlossen hat. Unterstützt von und koproduziert durch LOFFT – DAS THEATER Leipzig, Ein Tanzhaus Mannheim und die studiobühneköln. Unterstützt im Rahmen des Residenzprogramms von PACT Zollverein (Essen), mit Förderung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Die der Projektkonzeption vorangegangene Recherche wurde ermöglicht durch eine Flausen+Take Heart-Residenz, gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR.
Dauer: 60 Minuten