Philharmonia Orchestra
Unerschöpfliche Klanglandschaften – Die endlosen Wälder, die eisige Weite, das Nebeneinander von Schroffheit und Idylle sind Merkmale der finnischen Landschaft, die eine ungemeine Faszination ausüben. Und es sind Bilder, die in den Kompositionen von Jean Sibelius immer wieder aufscheinen – ob der Komponist sie in den Titeln seiner Tondichtungen bewusst heraufbeschwört oder ob sie aus der Topographie seiner Symphonien entspringen. Sibelius gehörte mit zu den ersten Schülern der inzwischen nach ihm benannten Musikakademie in Helsinki, die heute zuverlässig spannende neue Künstlerpersönlichkeiten hervorbringt. So auch unlängst den jungen Santtu-Matias Rouvali, der nach Jahren an den Perkussions-Schlegeln zum Dirigentenstab wechselte. Ehrendirigent des Tampere Philharmonic Orchestra und ehemals Chef der Göteborger Symphoniker, steht er seit 2021 dem britischen Philharmonia Orchestra vor, das unter Rouvalis kraftvoll-tänzerischem Dirigat jüngst einen Programmschwerpunkt mit „Nordic Soundscapes“ setzte. Auch bei der Rückkehr zu den Albert Konzerten kann der finnische Dirigent damit, wie es seine Gewohnheit ist, „immer ein Stück aus meinem Heimatland mitbringen. So etwas wie eine finnische Identität oder auch Mentalität“.
Die Heimat beschäftigte auch Sergej Prokofjew im Pariser Exil, wo er Abstand von der politischen Situation in Russland suchte. Doch in Briefen bekannte er, wie sehr er sich wünschte, „wieder wirkliche Winter zu sehen und den Frühling, der ausbricht von einem Augenblick zum andern“. Sein zweites Violinkonzert spiegelt diese Sehnsucht; entstanden teils in Paris, teils in Baku, teils in Woronesch und uraufgeführt in Madrid, erzählt es aber auch vom kosmopolitischen Leben des international gefeierten Künstlers. Weltstar Hilary Hahn – schon früh als Spezialistin für Prokofjews widerspenstiges erstes Konzert umjubelt – kann im Violinkonzert Nr. 2 neben der wilden auch die ätherische Seite des Komponisten ausleuchten.
Programm:
Sibelius, En saga. Symphonische Dichtung op. 9
Prokofjew, Violinkonzert Nr. 2 g-Moll op. 63
Rachmaninow, Symphonische Tänze op. 45
Hilary Hahn, Violine
Santtu-Matias Rouvali, Dirigent
Philharmonia Orchestra
Mit freundlicher Unterstützung der Freunde und Förderer der Albert Konzerte e.V.
EUR 135,- / 120,- / 99,- / 75,- / 55,- inkl. Gebühren
Hilary Hahn | Foto © Chris Lee
Einlass 18:45 Uhr
Vorverkaufsstart am 29.04.2025, Vorbestellungen (Buchung nach Bestplatzprinzip) an info@albert-konzerte.de