Wiener Melange
Programm:
Ludwig van Beethoven:
Streichquartett B-Dur op. 18,6
Franz Schubert:
Streichquartett Nr. 13 a-Moll op. 29 D 804 „Rosamunde“
Als sich Ludwig van Beethoven erstmals dem Komponieren von Streichquartetten zuwandte, hatte diese musikalische Gattung eine zwar kurze, aber heftige musikgeschichtliche Entwicklung hinter sich, mit Haydns op. 33 als erstem richtungsweisenden Höhepunkt, an dem sich etwa auch Mozart ausdrücklich orientierte. Auch Beethoven knüpft mit seinen sechs Quartetten op. 18 an Haydn und Mozart an, aber er imitiert sie nicht. Der neue Stil seiner Komposition ist begründet in der Verschmelzung von motivisch-thematischer Arbeit und harmonischer Abwechselung, sei es, um Überraschungen zu bewirken, sei es, um den spezifischen Quartettklang auszureizen.
Franz Schubert war seinen Zeitgenossen – wenn überhaupt – als Liedkomponist ein Begriff, und ein wenig merkt man dies auch seiner Kammermusik an: voller Melodienseligkeit, Sanftmut und Melancholie. Das a-Moll-Quartett gehört zu jenen kammermusikalischen Werken, mit denen er sich »den Weg zur großen Symphonie bahnen wollte«, zugleich fand er damit aber auch den Weg zu einem größeren Publikum, denn das »Rosamunde«-Quartett sollte das erste und einzige Streichquartett sein, das zu Schuberts Lebzeiten nicht nur öffentlich aufgeführt, sondern auch in einer Stimmenausgabe gedruckt wurde.
Mitwirkende:
Hye-Bin Kim und Anna Luisa Volkwein, Violinen
Mario Antón-Andreu, Viola
Janet Boram Lee, Violoncello
Foto: © Bochumer Symphoniker
Einlass ca. 1 Stunde vor Konzertbeginn