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Die Macht der Bilder nutzen alle Gesellschaften für sich. Mit der Erfindung der Kinematographie waren sie fester Bestandteil zur Beeinflussung von Politik. Solide Ausbildungen von Filmleuten aller Branchen sind Voraussetzung von Qualität, dennoch braucht es viel an individueller Kreativität. Wenn diese den Parteioberen missfiel, konnte ein schon intensiv „zensierter“ und fertig gestellter Film nicht zur Aufführung kommen. In der DDR kamen sie ins "Regal". In den 60er Jahren erlitten über zehn DDR-Filme mit renommierten Regisseuren und Schauspielern dieses Schicksal Filme mit hoher Qualität sind dennoch gelungen, errangen internationale Preise, andere waren sehr ideologisch, wo man es mit den Geschichtsfakten nicht ganz genau nahm.

Die sowjetische Militäradministration hatte nach dem 2. Weltkrieg die Filmstudios der UfA enteignet und mit der DEFA eine neue Aktiengesellschaft gegründet. Unter Führung der Kulturabteilung des Zentralkomitees der Partei entstanden hunderte Spielfilme und Dokumentationen. Je nach politischer Wetterlage wurde die Zensur mal lockerer, mal strenger gehandhabt. Mit Geschick wurden Dialoge verschlüsselt, um die Zensur zu umgehen. Das Publikum lernte sehr schnell, zwischen den Zeilen zu lesen. Neben stilistischen und ästhetischen Aspekten, kommen auch die Absurditäten und Kuriositäten des staatlich verordneten Bildungsauftrages nicht zu kurz. Am Beispiel einiger Klassiker des DDR-Films wird der Referent Thomas Lukow über das bestehende Spannungsfeld zwischen Ideologie und Realität in seinem multimedialen Vortrag erzählen.

Einlass: 19:00 Uhr

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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